Durch das Atomunglück in Fukushima und den daraus resultierenden Beschluss der Bundesregierung zum Atom ausstieg ergeben sich substanziell veränderte Randbedingungen im Hinblick auf die Integration von erneuerbaren Energien in die Stromversorgung Deutschlands.
In der ge samten Wertschöpfungskette - von der Energieerzeugung über den Energietransport und die notwendige Energiespeicherung bis hin zum Konsum der Energie - ergeben sich vielfältige und große Herausforderungen, für die die Lösungen nicht nur entwickelt, sondern auch innerhalb eines sehr engen Zeitfensters finanziert und umgesetzt werden müssen.
Grundlage für einen umfassenden Überblick über die zukünftige Rolle der Bauindustrie hinsichtlich der Energiewende ist eine Darstellung des aktuellen Stands der Beschlusslage und der Möglichkeiten der Umsetzung.
Es soll verdeutlicht werden, dass eine signifikante Beschleunigung der Umsetzung notwendig ist, wenn die Energiewende gemäß dem bestehenden gesellschaftlichen Konsens umgesetzt und zu einem Erfolgsmodell entwickelt werden soll. Die Energiewende birgt für Deutschland nicht nur große energiewirtschaftliche und ökologische Chancen, sondern auch einen erheblichen Wachstumsfaktor für den Binnenmarkt und verspricht zukünftig erhebliche Exportchancen.
Dr. Christof Gipperich promovierte nach seinem Studium an der RuhrUniversität Bochum am Lehrstuhl für Bauverfahrenstechnik - Tunnelbau und Baubetrieb. Er ist seit 1996 für HOCHTIEF, Essen, tätig. 2011 übernahm er dort die Geschäftsleitung im Bereich Civil Engineering and Tunneling.