Der demografische Wandel und die UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen stellen Kommunen vor neue Planungsherausforderungen. Um künftig eine Teilhabe aller Bevölkerungsgruppen am Sozialraum Stadt sicherzustellen ist es notwendig, in sinnvolle Maßnahmen zur Barrierereduzierung im öffentlichen Raum zu investieren.
Förderprogramme, wie das KfW-Programm „Barrierearme Stadt" sollen Anstöße liefern, indem sie barrierereduzierende Maßnahmen zum Umbau bestehender kommunaler Gebäude und Verkehrsanlagen sowie den barrierefreien Umbau des öffentlichen Raums unterstützen.
Die neue DIN 18040 Teil 3 formuliert Planungsanforderungen für die barrierefreie Gestaltung öffentlicher Verkehrs- und Freiräume und komplettiert damit die beiden anderen Normteile zum barrierefreien Bauen. Gegenüber der Vorgänger-DIN 18024 von 1998 enthält der neue Entwurf wesentliche Ergänzungen und Erweiterungen. So wurden beispielsweise Schutzziele vorangestellt und sensorische Anforderungen, die sich aus den Bedürfnissen von Menschen mit sensorischen Einschränkungen ergeben, aufgenommen.
Neben technischen Anforderungen spielt bei der Barrierereduzierung im öffentlichen Raum auch die verwaltungsinterne Organisation und die Priorisierung von Maßnahmen eine wichtige Rolle. Die Stadt München hat dazu einen Aktionsplan zur Umsetzung des Übereinkommens der Vereinten Nationen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen verabschiedet, der das Thema umfassend beschreibt und angehen will.
Die Tagung gibt Einblicke in die Anforderungen und Rahmenbedingungen, die mit der Barrierereduzierung im öffentlichen Raum verbunden sind. Auf der Veranstaltung haben Interessierte die Möglichkeit, sich über technische Standards und Fördermöglichkeiten zu informieren. Daneben werden innovative und übertragbare Handlungsmöglichkeiten vorgestellt, die sich den Herausforderungen einer inklusiven Stadt stellen und zeigen, wie eine gesellschaftliche und stadträumliche Inklusion gelingen kann.
Referenten:
- Bernhard Kohaupt, Freier Architekt AKH, Frankfurt am Main
- Anita Ascher, Baurätin Oberste Baubehörde im Bayerischen Staatsministerium des Innern, für Bau und Verkehr, München
- Dr. Kay Pöhler, KfW Bankengruppe
- Mone Böcker, raum+prozess, Hamburg
- Tim von Winning, Universitätsstadt Tübingen
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